Digitale Technologien und das Vertrauen in die Medien

Diskussionsrunde zu dem verführerischen Einfluss von sozialen Medien!

Moderation: Barbara Wimmer

Teilnehmer/innen: Barbara Buchegger von Safer Internet, Bundesschulsprecher Lukas Faymann, Rüdiger Lohlker von der Universität Wien, Konrad Mitschka vom ORF-Public Value, Ralph Schöllhammer von der Webster Universität, Bloggerin Larisa Stanescu

Soziale Netzwerke werden oftmals als gefährlich angesehen. Der Bundesschulsprecher sieht diese allerdings als Rückzugsort für Jugendliche – die Erwachsenenfreie Zone. Der Vorschlag: Plattformen sollen Einzug in die Schulen nehmen. Das Erkennen von brauchbaren Inhalten muss mit den Jugendlichen gemeinsam erlernt werden – es gibt keine Gebrauchsanweisung. Stanescu betont die Wichtigkeit von Reflexionen in der Gruppe über die Sinnhaftigkeit von Inhalten und das Aufzeigen von Vielfältigkeit. Soziale Netzwerke bringen die Problematik der Hass-Postings mit sich. Im Laufe der Zeit findet man diese in allen Gesellschafts- und Bildungsschichten, die Aufklärung in Schulen habe hiermit nichts zu tun, so Lohlker.

„Soziale Netzwerke spiegeln wieder, wie sich die Gesellschaft wandelt.“

Taking Jihad Offline

Vormittags kämpfen, Nachmittags posten

Vortragender: Rüdiger Lohlker

Die Propaganda der IS lässt sich nicht in online- und offline Aktivitäten teilen. Unterschiedliche Zielgruppen werden in clusterförmiger Online-Kommunikation oder über Cross-Posting über viele Plattformen mit audio-visuellem Anschauungsmaterial gelockt. Einige Projekte (Abdullah-X, #notmyname, average Mohamed, Imam) wurden ins Leben gerufen, um Jugendliche über den IS aufzuklären, allerdings fehlt hierbei meist die Resonanz, die Dynamik oder die Professionalität. Schaffung von Medienkompetenz oder die Entwicklung eines Bewusstseins scheinen die einzigen Möglichkeiten zu sein, um der IS entgegen zu wirken.

Kultur und Diversität in einer Digitalen Welt

Vortrag – Kultur und Diversität in einer Digitalen Welt

Kulturen sollen miteinander und nicht nebeneinander leben!

Vortragender: Ralph Schöllhammer

Herr Schöllhammer nimmt uns mit auf eine historische Reise und zeigt auf, wie der Buchdruck, die Schulpflicht und die Alphabetisierung die Gesellschaft veränderten. Der Einfluss des Technologischen Fortschritts und die damit einhergehende Zunahme der Diversität lassen sich nicht bestreiten. Dies wirft die Frage auf, ob ein gemeinsames kulturelles Fundament zur Vermeidung von Polarisierung sinnvoll ist und wie weit der Staat in die Identitätsfindung eingreifen soll! Das Ziel liegt in der Reduzierung von Vorurteilen und Widersprüchen.

wichtiger Link: parlio.com (Förderung von Interaktion zwischen unterschiedlichen Standpunkten)

Vom Handy versklavt, von E-Mails getrieben?

Nur Sklaven sind ständig erreichbar!

Vortragende: „Digital-Therapeutin“ Anitra Eggler

Eine humorvolle Konfrontation mit den heutigen Technologien! Übers Küssen, Schlafen und das E-Mails checken. Wie viel Zeit verlieren wir durch das tägliche Surfen? Eine traurige Bilanz: 8 Monate E-Mails gelöscht, aber nur 14 Tage geküsst! Auch das Smartphone ist ein ständiger Begleiter – Die Qualität der Kommunikation geht verloren.

„Wichtig ist nicht mehr was man kommuniziert, sondern dass man kommuniziert.“

Um dem E-Mail-Wahnisnn, dem Sinnlos-Surf-Syndrom, der Meeting-Malaria und der Präsentations-Pest zu entgehen, schlägt die unterhaltsame „Digital-Therapeutin“ ein einfaches Heilmittel vor: Einfach mal offline gehen!